Das Muster
Solange etwas geliefert werden muss, ist er erreichbar — Anrufe werden sofort angenommen, Nachrichten binnen Minuten beantwortet. Kaum ist die letzte Leistung erbracht und die Rechnung gestellt, kippt das um. Erst eine Standard-Ausrede (“bin gerade im Urlaub”), dann nur noch Lesebestätigungen ohne Antwort, irgendwann gar nichts mehr.
Das Auffällige: Es ist selten Zahlungsunfähigkeit. Meistens ist Geld da — nur eben nicht für diese eine Rechnung, solange sich das aussitzen lässt.
Woran man ihn früh erkennt
Zwei Signale, die schon vor der ersten Rechnung auftauchen: Zahlungsziel wird beim Erstgespräch beiläufig als “eher lang” gewünscht, ohne Begründung. Und: Referenzen oder frühere Projekte lassen sich auf Nachfrage nicht konkret benennen — vage Antworten wie “verschiedene Sachen, hauptsächlich intern”.
Keins von beidem ist ein Beweis. Beides zusammen ist ein Grund, die Zahlungsbedingungen vorher schriftlich und konkret zu machen, statt es auf Kulanz ankommen zu lassen.
Was wirklich hilft
Anzahlung vor Projektstart, Teilrechnungen bei längeren Projekten statt einer Schlussrechnung für alles. Das verschiebt das Risiko von “100 % offen am Ende” auf “ein überschaubarer Rest” — und macht Untertauchen für den Kunden wirtschaftlich uninteressant, weil bereits bezahlt wurde, was schon geliefert ist.
Wer das Muster einmal erlebt hat, erkennt es beim nächsten Mal schneller. Das ist der eigentliche Wert dieser Serie: nicht Misstrauen gegenüber allen Kunden, sondern ein Gespür dafür, wann eine zweite Nachfrage sinnvoll ist, bevor man liefert.
Wenn Sie Ihre Zahlungsbedingungen oder Vertragsstruktur einmal von außen gegenchecken lassen wollen — dafür ist die Erstberatung da.